Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin / zum Staatlich anerkannten Erzieher

in der Vollzeitschulform

Dauer und Gliederung der Ausbildung

1) Die Ausbildung erfolgt in Vollzeitform und dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in

a) eine fachtheoretische Ausbildung von zwei Jahren an der Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Sozialpädagogik
    (erster und zweiter Ausbildungsabschnitt). In diesen Ausbildungsabschnitten sind Blockpraktikumsphasen integriert.

b) ein anschließendes Berufspraktikum von einem Jahr,
    das in sozialpädagogischen Einrichtungen abgeleistet wird (dritter Ausbildungsabschnitt)

2) Die fachtheoretische Ausbildung wird mit einer theoretischen Prüfung,
    das Berufspraktikum mit einer methodischen Prüfung abgeschlossen.

 

Voraussetzungen für die Bewerbung

Die Bewerbungsfrist endet am 15.02. des jeweiligen Kalenderjahres. Verspätete Bewerbungen werden nur dann berücksichtigt, wenn noch freie Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Die Bewerbung muss in Papierform vorliegen.
Der Bewerbung an die Beruflichen Schulen Berta Jourdan – Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Sozialpädagogik – Adlerflychtstraße 24, 60318 Frankfurt am Main,
sind folgende Nachweise beizufügen:

• Bewerbungsanschreiben mit Wahl der Schulform

• Lebenslauf in tabellarischer Form

• Zeugnis des Mittleren Abschlusses, der Fachhochschulreife oder des Abiturs in beglaubigter Kopie
oder
• Nachweis einer vom Staatlichen Schulamt Darmstadt-Dieburg als gleichwertig mit dem Mittleren Bildungsabschluss
  anerkannten Allgemeinbildung aus dem Ausland;

• falls Sie den allgemeinbildenden Schulabschluss im Ausland gemacht haben benötigen wir den Nachweis Ihrer Deutschkenntnisse
  auf dem Niveau C1 (gemeinsamer europäischer Referenzrahmen) bis zum 01. Juli.

• Nachweis über den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialassistentin oder einer anderen
  einschlägig anerkannten zweijährigen sozialpädagogischen Ausbildung (Kinderpflegerinnenausbildung aufbauend auf die Mittlere Reife)
oder
• Nachweise über eine berufliche Ausbildung/Berufstätigkeit/Studium in beglaubigter Kopie im Umfang von mindestens drei Jahren
  (auf das Abitur und die Allgemeine Fachhochschulreife werden zwei Jahre Berufstätigkeit angerechnet), gegebenenfalls ist eine
  Zwischenbescheinigung vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die noch fehlende Berufserfahrung bis zum Beginn der Ausbildung erworben wird (FSJ, Au-Pair, etc.)

• Nachweis aktueller sozialpädagogischer Praxiserfahrungen im Umfang von mindestens 3 Monaten (39 Std. in der Woche,
  bei Eltern mit Kindern unter 16 Jahren 30 Std. in der Woche) – gilt nicht für ausgebildete Sozialassistentinnen

• Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (Belegart "0") bis zum 15. Juli (darf nicht älter, als vier Wochen sein). Eine entsprechende Beauftragung liegt dem Rückschreiben bei.

• eine schriftliche Erklärung darüber, ob der Bewerber bereits eine Fachschule für Sozialpädagogik besucht
  oder an einem Auswahlverfahren an einer Fachschule für Sozialpädagogik teilgenommen hat (Download)

• der Nachweis über die gesundheitliche Eignung soll bis zum 15. Juli vorgelegt werden (darf nicht älter, als ein Monat sein).
  Erteilte Aufnahmezusagen gelten unter dem Vorbehalt des Nachweises der gesundheitlichen Eignung.

 

Feststellungsprüfung

Die Bewerber und Bewerberinnen, die keine Sozialassistentenausbildung und keine andere einschlägig anerkannte zweijährige sozialpädagogische Ausbildung absolviert haben, müssen zunächst in einer Feststellungsprüfung den Nachweis einer gleichwertigen beruflichen Vorbildung erbringen. Bestandteil der Feststellungsprüfung ist ein Gespräch über die aktuellen sozialpädagogischen Erfahrungen.

Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren findet am 2. Samstag im Monat März statt.
Alle Bewerber und Bewerberinnen müssen an diesem Verfahren teilnehmen.
Es wird eine Klausur geschrieben, deren Ergebnisse zu einer Rangliste führen, nach der die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze vergeben werden.

Besonderheiten dieser Ausbildungsform

Belegt die/der Studierende in den beiden ersten Ausbildungsabschnitten einen Zusatzkurs im Fach Mathematik, absolviert die Abschlussprüfung des zweiten Ausbildungsabschnitts und eine zusätzliche Prüfung im Fach Mathematik erfolgreich, so erlangt sie/er im Zusammenhang mit dem Berufspraktikum die Allgemeine Fachhochschulreife.

Durch die gleichmäßige Verteilung der Unterrichtsstunden an den fünf Wochentagen (8.00 Uhr bis 15.15 Uhr) ist eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf relativ gut möglich.

Diese Ausbildungsform ist Meister-BAföG würdig.

 

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten als Staatlich anerkannte/r Erzieher/in sind gegenwärtig hervorragend. Im Rhein Main Gebiet aber auch in anderen Landesteilen Hessens und in der gesamten Bundesrepublik werden zukünftig viele Erzieherinnen und Erzieher gesucht.
Mit einer guten Ausbildung stehen Ihnen viele Wege offen.