09.09.2018 „Bleiben Sie hier! Ich werbe um Sie!“ OB Feldmann wirbt um die rund 300 Absolvierenden der Beruflichen Schulen Berta Jourdan

Um ihre berufliche Zukunft müssen sich die rund 280 Staatlich anerkannten Erzieher*innen und 25 Heilerziehungspfleger*innen keine Sorgen machen. In dem mit rund 800 Personen gut gefüllten Saalbau Bornheim gratulierte Oberbürgermeister Peter Feldmann am 30. August 2018 nicht nur zu „einem der schönsten Berufe, den es gibt“, sondern er warb gleichzeitig auch um den Verbleib der Fachkräfte in Frankfurt. „Gut ausgebildete Fachkräfte – ich spreche von Ihnen – braucht Frankfurt“, so Feldmann, der seine Rede mit den Worten schloss, „Sie können stolz auf sich sein. Wir alle sind es.“

Auch Schulleiterin Inge Meichsner würdigte die Leistung der Absolvierenden, die zukünftig in vielfältigen Arbeitsbereichen ihre erworbenen Kompetenzen einbringen werden. Dabei hob sie auch besonders die hohen Anforderungen der sozial- und heilpädagogischen Arbeitsbereiche hervor: „Diese anspruchsvollen Tätigkeiten, für die Sie in beiden Fachrichtungen der Fachschule ausgebildet wurden, sind deshalb nicht ohne Grund im europäischen Referenzrahmen dem Bachelor gleichgesetzt.“ Gleichzeitig wies Meichsner aber auch darauf hin, dass mit der Ausbildung nicht die Entwicklung als Fachkraft abgeschlossen ist: „Sie haben viel gelernt, Sie sind durch enorme Entwicklungsprozesse gegangen, nur fertig ausgebildet sind Sie nie. Die Gesellschaft entwickelt sich weiter und somit sind auch Sie gefordert, sich ständig diesen Veränderungsprozessen zu stellen und sich weiter zu entwickeln.“

Der stellvertretende Schulleiter Michael Baumeister hob die gesellschaftliche Relevanz der Berufe hervor: „Sie üben zukünftig Berufe aus, die in der Stadtgesellschaft von Frankfurt besondere Bedeutung haben und bei der weiteren Entwicklung dieser Stadt eine entscheidende Rolle spielen.“ Mit über 3000 Absolvierenden in den letzten 10 Jahren hat die Schule einen wichtigen Beitrag geleistet, um den kontinuierlich wachsenden Bedarf an Fachkräften nachzukommen. „Wir sind in diesem Wachstumsprozess oft über unsere Grenzen gegangen“, verdeutlichte Baumeister die für alle Beteiligten herausfordernde Situation. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass neben einer guten Ausbildung auch gute Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Absolvierenden in Frankfurt zu halten: „Gehen Sie diesen Weg weiter, bleiben Sie dem Arbeitsfeld erhalten und beziehen Sie Positionen, wann immer es das Feld und Ihre Profession benötigt!“

In allen Ansprachen kam deutlich zum Ausdruck, dass der erreichte Abschluss der Ausbildung letztlich ein Zusammenwirken von Lernenden, Lehrenden und der Träger mit ihren vielfältigen Einrichtungen in der Metropolregion Rhein-Main ist. Auch Einrichtungen im europäischen Ausland, die über das Erasmusprogramm als Praxisorte in die Ausbildung eingebunden waren, haben daran ihren Anteil.

Wie in den Vorjahren bereicherten die Veranstaltung der Kinderchor der Harheimer Grundschule in Frankfurt unter der Leitung von Sonja Grillenmeier und die Schulband der Beruflichen Schulen Berta Jourdan unter der Leitung von Erik Schlüter. Inspiriert und gestärkt durch die vielfältigen lobenden Worte konnte die Feierstunde mit einem Sektempfang bei bester Stimmung ausklingen.

 

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