Fr. 25.05.2018 Oberbürgermeister und Bildungsdezernentin im Gespräch mit angehenden Erzieher*innen

Am 24. Mai 2018 besuchten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik. Im Gespräch mit Studierenden stellten sie sich den kritischen Fragen zu den aktuellen Arbeitsbedingungen für Kita-Fachkräfte in Frankfurt. Die beiden städtischen Vertreter riefen einige positive Entwicklungen Frankfurts ins Bewusstsein. Die Stadt hat eine hohe Attraktivität, gerade auch für Familien. Derzeit leben in Frankfurt 50.000 Kinder unter sechs Jahren und jedes Jahr kommen rund 1500 dazu. Ab August 2018 sind Kita-Plätze für drei- bis sechsjährige Kinder in Frankfurt kostenlos. Aus der Gesamtentwicklung ergibt sich ein steigender Bedarf an pädagogischen Fachkräften, dem ein seit Jahren bestehender Mangel gegenüber steht: Der Markt an Erzieher*innen ist so gut wie leergefegt. Michael Baumeister, stellvertretender Schulleiter der Beruflichen Schulen Berta Jourdan, wies darauf hin, dass sich die Ausbildungskapazitäten in der Fachschule in den letzten Jahren nahezu verdoppelt haben. Jedes Jahr werden 300 Erzieher*innen aus der Schule in die Praxis entlassen. Damit sind die räumlichen Möglichkeiten der Schule ausgeschöpft. In der Diskussion verwiesen die Studierenden darauf, dass trotz bester Berufsperspektiven die Rahmenbedingungen derzeit nicht sehr attraktiv sind. Denn aufgrund des Fachkräftemangels ist die Personalsituation in vielen Einrichtungen angespannt, was zu einer hohen Belastung der Fachkräfte führt. Feldmann und Weber betonten, dass die Stadt Frankfurt sich diesen Herausforderungen stellt und in den nächsten Jahren noch stärker in den Bereich der Kinderbetreuung investieren wird. Dazu gehören auch Maßnahmen für eine nachhaltige Attraktivitätssteigerung des gesamten Berufsfeldes. Dabei sollen alle Beteiligten eingebunden werden.