Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz
Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialassistentin / zum Staatlich geprüften Sozialassistenten

Abschlüsse

Schulischer Berufsabschluss zur Staatlich geprüften Sozialassistentin /zum  Staatlich geprüften Sozialassistenten.

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler erwerben den Berufsabschluss „Staatlich geprüfte Sozialassistentin/staatlich geprüfter Sozialassistent“. Es werden sozialpädagogische und sozialpflegerische Basisqualifikationen vermittelt. Diese sind eine fachliche Vorbereitung für eine weiterführende Ausbildung in sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Berufsausbildungen.

Darüber hinaus ist die Ausbildung zur „Staatlich geprüften Sozialassistentin/zum Staatlich geprüften Sozialassistenten“ für Schülerinnen und Schüler mit einem mittleren Abschluss der klassische Weg in die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Heilerziehungspflegerin/zum Heilerziehungspfleger.

Staatlich geprüfte Sozialassistentinnen und Sozialassistenten können in sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Institutionen nach Anweisung und in begrenztem Umfang verantwortlich tätig sein.

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme in die Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz setzt den mittleren Abschluss oder einen dem mittleren Abschluss gleichwertigen Abschluss voraus. Die Notenbedingung ist, dass in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik die erbrachten Leistungen mindestens 2 x befriedigend sein müssen und keine Leistung schlechter als ausreichend sein darf.

 

Was ist tun, wenn die Noten des mittleren Abschlusses  oder des Halbjahreszeugnisses die Vorgaben  nicht erfüllen?

Sie sollten sich auf jeden Fall fristgerecht bewerben.

Liegt der mittlere Abschluss zum Bewerbungszeitpunkt noch nicht vor, muss dieses Zeugnis in beglaubigter Kopie zeitnah nach Erhalt nachgereicht werden.

Bewerberinnen und Bewerber, die den mittleren Abschluss schon absolviert haben, sollten ihn in beglaubigter Kopie mit der Bewerbung einreichen.

Ein Auswahlverfahren für Bewerber, die die Voraussetzung nicht erfüllen, kann erst durchgeführt werden, wenn allen Bewerbern, die die Voraussetzung erfüllen, ein Ausbildungsplatz angeboten wurde. Erfahrungsgemäß entscheidet es sich erst im Juni, ob ein Auswahlverfahren stattfindet.

Was ist zu tun, wenn kein mittlerer Abschluss vorliegt?

Wenn Sie noch nicht 18 Jahre alt sind, kann der mittlere Abschluss an den Beruflichen Schulen Berta Jourdan erworben werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite:

Zweijährige Berufsfachschule Fachrichtung sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe

Wenn Sie älter als 18 Jahre sind, können Sie den mittleren Abschluss an der

 Abendhaupt- und Abendrealschule  Frankfurt oder

Abendhaupt- und Abendrealschule an der Wilhelm-Merton-Schule im Bereich Wirtschaft und Verwaltung erwerben.

 

Struktur der Ausbildung

Die Ausbildung an der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz dauert zwei Jahre. Das erste Ausbildungsjahr findet in der Schule statt und es werden zwei Praktika in geeigneten sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Einrichtungen absolviert.

Im zweiten Ausbildungsjahr wird an drei Tagen in der Woche in einer sozialpädagogischen bzw. sozialpflegerischen Einrichtung gearbeitet und an zwei Tagen in der Woche die Schule besucht.

Stundentafel

  • 1. Ausbildungsjahr (5 Tage Schule, 2 x 4 Wochen Praktikum)
    • Lernbereiche:
      • Erziehung
      • Pflege Theorie
      • Pflege Praxis
      • Anthropologie
      • Musik
      • Gestalten
      • Körper&Bewegung
      • Medienerziehung
      • Ernährung und Hauswirtschaft
      • Deutsch
      • Englisch
      • Politik und Wirtschaft
      • Religion/Ethik

Entscheidung: Schwerpunkt Sozialpädagogik oder -pflege

  • 2. Ausbildungsjahr (2 Tage Schule, 3 Tage Praktikum)
    • Lernbereiche:
      • Schwerpunktfach Sozialpädagogik oder Sozialpflege
      • Praxisreflektion
      • Anthropologie
      • Deutsch

Praktikumsorte

  • Schwerpunkt Sozialpädagogik z.B.:
    • Kindertagesstätte
    • Hort
    • Krippe, Krabbelstube
  • Schwerpunkt Sozialpflege z.B.:
    • Altenpflegeheime
    • Ambulante Pflege
    • Krankenhaus
    • Einrichtungen zur Betreuung von Menschen mit Behinderung

 

Inhalte der Ausbildung

Im ersten Ausbildungsjahr gibt es an fünf Tagen in der Woche Unterricht. Vier Wochenstunden pro Woche werden die Fächer Erziehung, Pflege und Anthropologie erteilt. Am Ende des ersten Ausbildungsjahres müssen sich die Schülerinnen und Schüler entscheiden, welchen Schwerpunkt (Sozialpädagogik oder Sozialpflege) sie für das nächste Ausbildungsjahr wählen.

In den Lernbereichen, Musik, Gestalten, Körper & Bewegung, Medienerziehung sowie Ernährung & Hauswirtschaft werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt, um die jeweilige  Klientel im Berufsfeld unterstützen zu können. Die allgemeinbildenden Lernbereiche Deutsch, Englisch, Politik und Wirtschaft sowie Religion /Ethik werden ebenfalls im ersten Ausbildungsjahr unterrichtet.

Im zweiten Ausbildungsjahr werden die Schülerinnen und Schüler an einem Unterrichtstag in dem von ihnen gewählten Schwerpunkt unterrichtet. Am zweiten Schultag haben sie die Lernbereiche Anthropologie, Deutsch und Praxisreflexion im gewählten Schwerpunkt.

Im letztgenannten Lernbereich werden die Erfahrungen aus dem Berufsfeld bearbeitet und Aufträge (Praktikumsberichte) für die Praxis vorbereitet, begleitet und reflektiert. Die Lehrkraft, die in diesem Lernbereich unterrichtet, besucht und begleitet die Praktikantinnen und Praktikanten auch im Lernort Praxis.

In Anthropologie und im gewählten Schwerpunktfach schreiben die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussprüfung. In letztgenannten Lernbereich absolvieren sie zusätzlich eine praktische Prüfung. Mündliche Prüfungen können ebenfalls abgenommen werden.

Praktika

In der Unterstufe werden zwei Praktika von vier Wochen durchgeführt. Das erste Praktikum im Herbst wird im sozialpädagogischen Berufsfeld abgeleistet. Das zweite Praktikum im Frühjahr wird in Einrichtungen mit Menschen mit Behinderung, Altenpflegeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern absolviert. Die Ableistung der Praktika ist Voraussetzung für die Versetzung in die Oberstufe.

In der Oberstufe findet der Unterricht an zwei Tagen statt. An den drei weiteren Tagen absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Jahrespraktikum in einer Einrichtung in dem von ihnen gewählten Schwerpunkt (Sozialpädagogik oder Sozialpflege).

Alle Praktikumsorte dürfen maximal 25 Kilometer Fahrtweg von den Beruflichen Schulen Berta Jourdan entfernt liegen.

Ausbildungskosten

Für die Ausbildung werden keine Kosten erhoben.

Finanzielle Fördermöglichkeiten

BAFöG

Zur Finanzierung des Lebensunterhaltes können Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG, Amt für Ausbildungsförderung) beantragt werden.

Fahrtkostenzuschuss

Sie können beim RMV das Schülerticket Hessen beantragen.

Anmeldung

Ihre Bewerbung muss bis spätestens zum 30. April an die Schule geschickt werden. Es werden Bewerbungen nur in Papierform angenommen.

Für das Bewerbungsverfahren verwenden Sie bitte das Nachweisblatt. Dieses können Sie hier herunterladen. Es dient Ihnen zur Dokumentation der von Ihnen eingereichten Unterlagen.

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Lebenslauf in tabellarischer Form
  • Zur Einschulung zwei Lichtbilder neueren Datums
  • Beglaubigte Kopie des mittleren Abschlusses bzw. das Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 10

 

Nach der Zusage zur Ausbildung:

  • Nachweis über die gesundheitliche Eignung (zu Schulbeginn nicht älter als 2 Monate)
  • Formlose Einverständniserklärung zur Ausbildung durch die Erziehungsberechtigten (nur bei minderjährigen Bewerberinnen und Bewerbern)

 

Das Abschlusszeugnis des mittleren Abschlusses muss vor Beginn der Sommerferien in beglaubigter Form in unserer Schule vorliegen. 

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Silke Simmer
T: 069/212-34498
E: silke.simmer@stadt-frankfurt.de